Der Markt

Die Müllkatastrophe

Täglich produzieren wir gigantische Müllmengen. Dank der gut funktionierenden Abfall-Logistik aber bemerkt der Durchschnittsbürger üblicherweise nicht viel vom Ausmaß dieses Problems. 98 % aller gekauften Produkte landen innerhalb von 6 Monaten auf der Müllkippe. Zur Herstellung einer Tonne neuer Produkte werden 70 Tonnen Rohstoffe benötigt. In der Praxis bedeutet dies, dass alles, was Fabriken tagtäglich in aller Welt herstellen, innerhalb weniger Monate zu Müll wird. Aus der Notwendigkeit, diese Entwicklung aufzuhalten, entsteht eine unerwartete Marktchance.

Die Gesetzgebung

Die EU-Richtlinien schreiben eine sogenannte Abfallhierarchie vor, deren oberstes Ziel die Vermeidung der Abfallerzeugung ist. Wo Vermeidung nicht möglich ist, soll der Abfall als Rohstoff einer Neuverwendung zugeführt, also recycelt werden. Die thermische Verwertung, d. h. das Verbrennen von Müll, wird als dritte Option eingestuft. Als unterste Stufe der Hierarchie und somit als ungünstigste Verfahrensweise gilt die Deponierung. Die EU-Gesetzgebung sieht vor, dass bis 2015 die Hälfte des gesamten Haushaltsabfalls wiederverwertet werden muss. Und es dürfte anschließend nicht mehr lange dauern, bis die Entsorgung auf Deponien vollständig verboten wird.

Rohstoffknappheit

Bei der Abfallproblematik geht es jedoch nicht nur um gesetzliche Vorschriften. Auf der ganzen Welt gehen unsere Rohstoffe zur Neige, da nur unzureichend recycelt wird. Dies zeigt sich bereits in der geringen Verfügbarkeit und im hohen Preis der Rohstoffe. Die Vorkommen an Mangan, Wolfram und Chrom sind schon heute fast ausgeschöpft. Es hat also keinen Sinn, teure Rohstoffe noch länger auf Deponien zu begraben – in vielen Ländern leider nach wie vor vorherrschende Praxis.

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